Tempo 30 vor Schulen

Die Sicherheit unserer Kinder muss höchste Priorität haben. Der Landeselternrat Niedersachsen fordert daher eine schnelle und unbürokratische Umsetzung von Anträgen bezüglich Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde vor Schulen.

„Aufgrund der Temporeduzierung erwarten wir eine deutliche Verminderung der Durchschnittsgeschwindigkeiten vor Schulen“, argumentiert Mike Finke, Vorsitzender des Landeselternrates Niedersachsen. „Gerade in den Zeiträumen der An- und Abreise der Kinder ist diese Reduzierung zwingend notwendig. Oftmals verleiten die Straßen vor Schulen zum schnellen Fahren, da bauliche Maßnahmen zur Minderung der Geschwindigkeit nicht vorhanden sind. Besonders am Morgen wird nahe Fußgängerampeln die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge noch erhöht, um die Grün- bzw. Gelbphase zu nutzen. Daher kommt es immer wieder zu kritischen Situationen“, so Finke weiter.

„Wir beziehen uns mit dieser Forderung auf die erste Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung die schon vor einem Jahr in Kraft getreten ist. Leider ist diese bis heute nicht flächendeckend umgesetzt worden“, führt weitergehend Oliver Bremer an, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses Grundschule des Landeselternrates.

Der § 45 wurde unter Absatz 9 soweit geändert, dass innerörtliche streckenbezogene Geschwindigkeitsbeschränkungen vor allgemeinbildenden Schulen nicht nur dann angeordnet werden dürfen, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht. Es ist vom Bundesverkehrsministerium ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass der Schutz von „schwächeren“ Verkehrsteilnehmern Priorität hat.

Zudem wird der Verkehrsfluss im Rahmen einer Geschwindigkeitsbeschränkung in der Regel weder behindert noch eingeschränkt.

01.12.2017

 


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