Gemeinsame Sitzung des Landeselternrates mit den Kreis- und Stadtelternräten aus ganz Niedersachsen

Pressemitteilung vom 26.05.2016

Der Landeselternrat Niedersachen hatte am 20./21. Mai 2016 zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Vertretern der Kreiselternräte, der Stadtelternräte der kreisfreien Städte sowie des Regionselternrates Hannover in die Evangelische Akademie Loccum eingeladen.

Zum Auftakt der Veranstaltung, die unter dem Thema „Wie weit ist es mit der Inklusion?“ stand, konnte Frau Kultusministerin Heiligenstadt begrüßt werden. Die Ministerin berichtete zum Sachstand des Tagungsthemas und stellte sich im Anschluss den vielfältigen Fragen der Eltern zur Schulpolitik in Niedersachsen.

Zur aktuellen Situation an Schulen wurde von vielen Elternvertretern kritisiert, dass die Unterrichtsversorgung als nicht ausreichend empfunden wird. Selbstverständlich wurden auch Fragen bezüglich der Abitur-Klausur im Fach Mathematik gestellt. Konnte die Ministerin am Freitag noch keine abschließenden Ergebnisse präsentieren, wird mit der Pressemitteilung des Kultusministeriums am 24.05.2016 deutlich, dass Ministerin Heiligenstadt mit der Veränderung des Bewertungsmaßstabs eine sachgerechte Lösung zu den sich abzeichnenden Abweichungen herbeiführt. Frau Heiligenstadt kündigte während der Sitzung weiterhin an, dass aufgrund der öffentlichen Kritik künftig eine zusätzliche „Kontrollschleife“ bei der Erstellung der Abitur-Klausuren eingebunden wird.

Im Rahmen eines folgenden Podiumsgesprächs konnten drei Referenten begrüßt werden, die das Thema Inklusion jeweils aus ihrer Sicht erläuterten.

Frau Lydia Schmieder vom Institut für Psychologie an der Universität Hildesheim hielt ein Referat über „Einstellungen zu Inklusion in der Schule“ und stellte das Forschungsprojekt „1eins“ vor, an dem Eltern, Schüler und Lehrer an Grund- und Förderschulen an einer Online-Befragung zu eigenen Erfahrungen und Erwartungen teilnehmen können.

Der Fragebogen ist abrufbar unter: https://www.soscisurvey.de/EINS_Eltern_inklusion/

Der Vorsitzende des Verbandes der Sonderpädagogik e.V., Herr Reinhard Fricke, machte in der Diskussion mit den Elternvertretern deutlich, dass Integration und Inklusion nicht als Einzelaufgabe möglich sind. Die gesamte Schule muss zum Gelingen beitragen. Kritisch merkte er an, dass aufgrund der Stundenzuweisungen, die an festgestellten Unterstützungsbedarfen bei den Kindern gebunden sind, insgesamt ein starker Anstieg des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs zu erwarten sei. Ein gesellschaftliches Umdenken müsse bei der Definition des „Leistungsbegriffs“ stattfinden.

In einer eindrucksvollen Präsentation stellte Herr Markus Börger, Schulleiter des Beratungs- und Förderzentrums Uelzen, die Umsetzung von Inklusion in seinem Verantwortungsbereich vor.

Im abschließenden Austausch der Elternvertreterinnen und Elternvertreter zur tatsächlichen Umsetzung der Inklusion in den Regionen bestand Einigkeit darüber, dass diese nur über eine Kooperation aller an Schule beteiligten Akteure gelingen kann.

Als Resümee der Veranstaltung stehen unter anderem folgende Forderungen:

 


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