Stellungnahme des Landeselternrates zur Schulgesetznovelle;
Landeselternrat mahnt sachliche Auseinandersetzung an

Pressemitteilung vom 13.03.2015

Der 13. Landeselternrat gibt heute anlässlich der Anhörung im Kultusausschuss zur Schulgesetznovelle seine abschließende Stellungnahme ab. Für den Landeselternrat als Vertretung aller Erziehungsberechtigten aller Schulformen in Niedersachsen ist eine unvoreingenommene Auseinandersetzung dabei unerlässlich.

„Wir halten sachliche Diskussionen für zweckdienlicher als ideologische Grabenkämpfe, die leider bisher noch jede Partei und mancher Verband ausfechten. Auf diese Weise kommen wir aber nicht weiter. Es sollte um die zentrale Frage gehen, was benötigen alle Schulen in jeder Ecke des Landes, damit Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer dort zufrieden und engagiert lernen und lehren und Eltern dies engagiert begleiten können“, so Sabine Hohagen, Vorsitzende des 13. Landeselternrates.

In seiner Stellungnahme geht der Landeselternrat auf die aus seiner Sicht zentralen Paragraphen der Schulgesetznovelle ein, er stellt aber auch klare Forderungen, die für eine gute Schule in Niedersachsen wesentlich sind und greift die Themen heraus, die in der Schulgesetznovelle und von der Bildungspolitik bisher nicht umgesetzt wurden.

So erwartet der Landeselternrat eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Frage, welche sinnvolle Größe eine Grundschule, aber auch eine Schule im Sekundarbereich I und II haben muss, um ihrem pädagogischen Auftrag und den gesellschaftlichen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Eine ausreichende Vertretungsreserve von mindestens 105 % sowie geringere Klassenobergrenzen für alle Schulformen sind und bleiben für den Landeselternrat ebenfalls auf der Agenda.

„Auch der Bereich der Schulsozialarbeit ist für keine Schulform ausreichend geklärt, alle Schulen benötigen aber Unterstützungssysteme. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Kosten, die später anfallen, wenn diese Unterstützung nicht geleistet wurde, werden ungleich höher sein. Es darf uns kein Kind verloren gehen“, so Sabine Hohagen abschließend.



 


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