Schluss mit dem ideologischen Parteienstreit – Gemeinsam für Niedersachsens Kinder;
Landeselternrat fordert politische Parteien zum Miteinander in der Bildung auf

Pressemitteilung vom 19.12.2014

Anlässlich der hitzigen Debatten zur Schulgesetznovelle der Landesregierung stellt der Landeselternrat fest: „Die politischen Diskussionen, die vorwurfsvollen Auseinandersetzungen darüber, welches Schulsystem das bessere sei, zeigen einmal mehr, dass den politischen Parteien der Blick für das Wesentliche abhandengekommen ist. Die niedersächsischen Eltern sind aber die immer wiederkehrenden Diskussionen zur Schulstruktur leid, sie bringen uns in der Frage der Bildungsqualität nicht voran, vielmehr bleiben Probleme ungelöst, die bisher keine Landesregierung wirklich angefasst hat“, betont Sabine Hohagen, Vorsitzende des Landeselternrates Niedersachsen.
Jede Landesregierung formuliert ihre eigenen bildungspolitischen Ziele, die jeweilige Opposition wettert dagegen, allein seligmachende Aussagen auf der einen Seite, der anscheinend drohende Untergang Niedersachsens auf der anderen Seite, mit jeweils wechselnden parteipolitischen Farben. Die Frage der besseren Schulform und Struktur steht im Mittelpunkt. Nicht im Mittelpunkt stehen, auch wenn dies gebetsmühlenartig von allen Parteien behauptet wird, die Fragen der Schulqualität, die Fragen, was benötigen die Schulen in jeder Ecke des Landes, damit Schüler und Lehrer dort zufrieden und engagiert lernen und lehren und Eltern dies engagiert begleiten können.

Der Landeselternrat fordert, alle Schulformen laut Schulgesetz materiell und personell gleich gut auszustatten, durch Land und Kommunen. Es gibt genügend ungelöste Probleme, angefangen bei den Herausforderungen durch den demographischen Wandel, Unterstützungssystemen für alle Schulen, Unterrichtsversorgung und Schülerbeförderung oder Lehreraus- und –fortbildung, die angegangen werden müssen.

Dies kann nur gelingen, wenn das Parlament und die Entscheidungsträger in diesem Land sich endlich besinnen und an einem Strang ziehen. Der Landeselternrat fordert daher nicht nur von der Landesregierung, sondern von allen Parteien im Niedersächsischen Landtag, ein Schulgesetz zu beschließen, welches ein Ende der ideologischen Strukturdebatte zur Folge hätte und Schulfrieden für viele Jahre garantierte.

„Der Landeselternrat ruft daher Parteien, Verbände und Kommunen zu einem ehrlichen Bildungsgipfel auf mit dem Ziel, die ideologischen Grabenkämpfe zu überwinden. Das mag utopisch klingen und vermutlich wird jede Seite Gründe vorschieben, warum es erstens nichts bringen wird und weil zweitens der jeweilige politische Gegner ja nicht nachgeben werde und man daher drittens doch nicht die eigenen Positionen über Bord werfen werde. Der Landeselternrat stellt sich gerne zur Verfügung, einen Bildungsgipfel ins Leben zu rufen und gemeinsam ernsthaft mit allen wichtigen Akteuren für einen Bildungskonsens in Niedersachsen zu arbeiten. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, so Sabine Hohagen abschließend.



 


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