Nicht immer neue Vereinbarungen, sondern handeln

Pressemitteilung vom 11.01.2013

„Abiturstandards, Bildungsstandards, KMK-Vereinbarungen, jetzt gibt es wieder eine neue Idee, dass mit Hilfe eines Staatsvertrages bundesweit gleiche Bedingungen für Schüler und Lehrer geschaffen werden sollen. Wir fragen uns, warum immer nur geredet und nicht gehandelt wird und zwar über Länder- und vor allem Parteigrenzen hinweg“, erklärt Sabine Hohagen, Vorsitzende des Landeselternrates Niedersachsen.

Die Eltern fragen sich, warum es ständig neuer Absichtserklärungen oder Verträge bedarf, warum die Bildungsstandards-Vereinbarungen der KMK begrüßt, neue erarbeitet werden, aber gleichzeitig ihre Unverbindlichkeit betont wird, die nun Staatsverträge retten sollen.

Die schon zu den Abiturstandards geäußerte Kritik, dass Unterschiede der Lehrpläne, der Stundenzahlen der einzelnen Fächer, strukturelle Rahmenbedingungen und Schulorganisationen Schüler, Eltern und Lehrer im Regen stehen lassen, bleibt bestehen. Der Landeselternrat bekräftigt die Forderungen des Bundeselternrates, dass die Länder sich dazu verpflichten müssen, die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz sofort umzusetzen und dafür einen belastbaren Zeitplan vorzulegen. Eine unabhängige, länderübergreifende Institution sollte den Umsetzungsprozess überwachen und steuern.

„Wir sind es einfach leid, dass ständig neu verhandelt wird und unzählige Schriftstücke erstellt werden. Nicht nur das Kooperationsverbot muss endlich fallen, alle Bundesländer sind es ihren Schülern schuldig, bestehende Beschlüsse sofort umzusetzen und zu handeln, statt immer neue Vereinbarungen zu schließen,“ so Hohagen.



 


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