Schüler und Eltern in Niedersachsen ziehen am gleichen Strang

Gemeinsame Pressemitteilung des Landesschülerrates und des Landeselternrates vom 23.10.2012

Ein gemeinsames Gespräch am 22.10.2012 zwischen den Vorständen des Landesschüler- und Landeselternrates hat gezeigt, dass Schüler und Eltern in grundsätzlichen Positionen zur niedersächsischen Bildungslandschaft übereinstimmen. Dabei steht für beide im Vordergrund, sich sachlich und kritisch in die Bildungsprozesse einzubringen und gegenüber dem Kultusministerium die Interessen aller Schüler/-innen und Eltern engagiert zu vertreten.

„Gemeinsam stellen wir ein realpolitisches Gegengewicht dar, welches die Politik absolut benötigt“, sagte Keven Knipping, der Vorsitzende des Landesschülerrates.

Aus Sicht der Schüler und Eltern sollen Gesamtschulen nicht nur ersetzende Schulform werden können, auch der Zwang zur Fünfzügigkeit und zum Abitur nach 8 Jahren an den Integrierten Gesamtschulen muss abgeschafft werden. Beim Abitur nach 8 Jahren an den Gymnasien sehen beide Gruppierungen immer noch erheblichen Verbesserungs- und zwingenden Handlungsbedarf, dabei werden bessere Rahmenbedingungen wie z.B. die weitere Anpassung der Kerncurricula als dringend erforderlich angesehen, eine generelle Notwendigkeit zur Rückkehr zum G 9 an den Gymnasien sehen aber sowohl Schüler als auch Eltern nicht.

Ebenfalls breiten Raum in der Diskussion nahmen die Themen mehr Stellen für Schulpsychologen, vom Land finanzierte Schulsozialarbeiter in allen Schulen, weiterer Ausbau der Ganztagsschule für alle Schulen mit der Möglichkeit zur gebundenen Form und Weiterentwicklung der Eigenverantwortlichen Schule mit einer Drittelparität im Schulvorstand ein.

„Beiden Gremien liegt auch besonders die freie Schülerbeförderung im Sekundarbereich II am Herzen. Der Standort- und damit der Bildungsnachteil für Schüler/-innen in den ländlichen Bereichen, aber vor allem die erhebliche finanzielle Belastung der Eltern und Schüler nach Klasse 10 beim Schülertransport ist für uns eine ganz wesentliche Forderung an die nächste Landesregierung“, betonte Sabine Hohagen, Vorsitzende des Landeselternrates.

Landesschüler- und Landeselternrat haben sich vorgenommen, weiter in Kontakt zu bleiben und den in guter Atmosphäre begonnen Austausch regelmäßig fortzusetzen.



 


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