Reduzierung der Klassenstärke – nur ein erster wichtiger Schritt

Pressemitteilung vom 31.05.2012

Der Landeselternrat begrüßt im Grundsatz die aktuell geplanten Änderungen des Klassenbildungserlasses. Der Landeselternrat hat in den vergangenen Jahren, unter anderem durch Forderungskataloge für die Gymnasien und Gesamtschulen 2010 und 2011 sowie zuletzt im Positionspapier vom Februar 2012 immer wieder öffentlich und in Gesprächen mit dem Kultusminister deutlich gemacht, dass zur Umsetzung einer sinnvollen individuellen Förderung kleinere Klassen ein wichtiger Gelingensfaktor sind. „Deshalb müssen für alle Schulformen schrittweise die Klassengrößen gesenkt und die finanziellen und personellen Ressourcen hierfür geschaffen werden. Dazu wird aus unserer Sicht ein konsequenter Maßnahmenplan erstellt werden müssen, damit in der Zukunft nicht adhoc-Entscheidungen zu Klassengrößen und Schulqualität, sondern stringente Planungen die Regel sind“, stellt Sabine Hohagen, Vorsitzende des Landeselternrates, klar.

Die deutliche Reduzierung der Klassenstärke in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe ist erfreulich, ebenso die Senkung bei mehr als 26 Schüler starken Grundschulklassen. Das Ziel aus Sicht des Landeselternrates muss es aber sein, den Klassenteiler bereits kurzfristig zum 1.8.2013 für alle Schulformen der Sekundarstufe I auf 28 Schüler zu senken. Nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden darf das grundsätzliche Ziel, die Klassenobergrenze von 25 Schülern bei allen Schulformen der Sekundarstufe festzuschreiben.

Von Seiten des Landes sind die Voraussetzungen dafür zu schaffen, allen Kindern eine bestmögliche und qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen, hierfür sind Prioritäten zu setzen und Ressourcen festzulegen.

„Die Herausforderung durch die zunehmende inklusive Beschulung von Kindern mit und ohne Handicap an allen Schulformen wird dabei in Zukunft ebenso stärker in den Blick genommen werden müssen wie ein teilgebundener oder gebundener Ganztagsbetrieb an allen Schulen, die dies möchten. Viele Probleme an Schulen sind nach wie vor ungelöst, der Landeselternrat wird sich auch weiterhin als kompetenter Gesprächspartner sachlich und kritisch für die Eltern in Niedersachsen einsetzen“, so Hohagen.

Der Landeselternrat erwartet den in die Anhörung gehenden Entwurf des Klassenbildungserlasses und wird dann dezidiert zu den Planungen Stellung nehmen.



 


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