Stellungnahme des Landeselternrates Niedersachsen zur Wiedereinführung des G 9 an Gymnasien

Die Entscheidungsbefugnis Bildungspolitik zu gestalten bedeutet, eine sehr hohe Verantwortung zu übernehmen. Diesem Verantwortungsbewusstsein ist es auch geschuldet, dass man bei anstehenden Entscheidungen über die Frage zu G8/G9 hinaus die Belange aller Schülerinnen und Schüler im Lande in den Blick nimmt.

Dieses vorausgeschickt, hat der Landeselternrat Niedersachsen am 21.03.2014 folgenden Beschluss gefasst:

Der Landeselternrat Niedersachsen wünscht sich nach der politischen Entscheidung, an den Gymnasien zum Abitur nach 13 Jahren zurückzukehren, ein modernes Gymnasium, das den Anforderungen individueller Bildungswege gerecht wird. Dazu gehört auch, vielfältige Möglichkeiten zur Etablierung einer individuellen Lernzeit zu entwickeln, etwa durch die Schaffung von modularen systemischen Regelungen in der Oberstufe. Das Initiieren derartiger Module würde es aus Sicht des Landeselternrates Niedersachsen ermöglichen, dass das System Schule individuellen Lernzeiten gerechter wird und folglich den Befähigungen aller Schülerinnen und Schüler entsprechen kann.

Das Gymnasium muss intensiv mit einem eigenständigen Profil weiterentwickelt werden.

Der Landeselternrat Niedersachsen erwartet, dass keine vorschnelle Umsetzung erfolget, sondern die Auswirkungen dieser Entscheidung angemessen und sachlich bedacht und mit Sorgfalt die zu verändernden gesetzlichen und untergesetzlichen Regelungen überarbeitet werden. Dieser Sorgfalt geschuldet sollte eine Umsetzung nicht vor dem 01.08.2015 erfolgen.

Der Landeselternrat erwartet nachhaltige und beständige Konzeptionen, die zu einem echten Fortschritt im System führen.



 


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