Beschluss

Entwurf des Erlasses Unterrichtsorganisation

Das Plenum des 13. Landeselternrates Niedersachsen hat in der 11. Sitzung am 19.04.2013 folgenden Beschluss gefasst:

Der Landeselternrat Niedersachsen lehnt den Entwurf des Erlasses Unterrichtsorganisation ab.

Begründung:

Der Landeselternrat Niedersachsen begrüßt grundsätzlich, Erlassregelungen zu konzentrieren und anwenderfreundlich zu formulieren. Der Landeselternrat Niedersachsen sieht aus den Erfahrungen der Elternvertreter heraus aber dennoch den Bedarf, dem Grunde nach selbstverständlich erscheinende Abläufe im Schulalltag auch weiterhin schriftlich in Erlassen zu fixieren.

Im Einzelnen sind nachstehende Punkte im Erlassentwurf nach Auffassung des Landeselternrates Niedersachsen zu ändern:

Nr. 1 Fünftagewoche
Die Regelungen sind um einen neuen Abs. 3 zu ergänzen:
Auf die dem kirchlichen Unterricht vorbehaltenen Nachmittage ist bei der Unterrichtsplanung, insbesondere bei der Planung von Nachmittagsunterricht, Rücksicht zu nehmen.

Der Landeselternrat Niedersachsen fordert an dieser Stelle die Beibehaltung der Nr. 2.4 aus dem außer Kraft getretenen Erlass, um insbesondere sicherzustellen, dass die Kirchengemeinden auch zukünftig die Möglichkeit haben, z. B. Konfirmationsunterricht an den Nachmittagen eines Wochentages anbieten zu können.

Nr. 2 Unterrichtszeiten

Abs. 1:
Der Unterrichtsbeginn soll in der Regel nicht vor 08.00 Uhr liegen.

Bei Betrachtung der Schullandschaft im Flächenland Niedersachsen muss primär in den Blick genommen werden, dass im ländlichen Raum ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler einen längeren Schulweg zu absolvieren hat. Bei einem Beginn des Unterrichts von 07.30 Uhr und ggf. noch früher müssen sich diese Schülerinnen und Schüler teilweise schon ab 06.00 Uhr auf den Weg machen. Der Landeselternrat verweist an dieser Stelle auf wissenschaftliche Studien, die einen deutlich späteren Schulbeginn fordern.

Abs. 4, 2. Satz:
Vor der endgültigen Festlegung der Unterrichtszeiten sind die zuständigen Eltern- und Schülervertretungen rechtzeitig zu hören.

Aus der Erfahrung der Elternvertreter wird durch die Ergänzung des Wortes „rechtzeitig“ gewährleistet, letztlich nicht mit kurz vor der Umsetzung stehende Regelungen konfrontiert zu werden.

Neu Abs. 5: Bei der Abstimmung von Unterrichtszeiten und Fahrplänen ist zwischen den pädagogischen Erfordernissen, der Belastungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und den Belangen der Schülerbeförderung abzuwägen.

Die Regelungen sollten weiterhin um diesen neuen Absatz ergänzt werden.
Diese aus dem außer Kraft getretenen Erlass aus 5.1.2 übernommene Regelung hat sich aus Sicht des Landeselternrates bewährt und gibt mit der Aufnahme in den jetzigen Erlassentwurf auch die Gewähr, dass die Belange wie beschrieben auch künftig abgewägt werden müssen.

Nr. 3 Elternsprechtage

Elternsprechtage sollen montags bis samstags außerhalb der Unterrichtsstunden durchgeführt werden; § 38 Niedersächsisches Schulgesetz gilt in Bezug auf die Festlegung des Zeitpunktes entsprechend.

Der Landeselternrat Niedersachsen hält es für zwingend notwendig, auf die Belange von berufstätigen Eltern Rücksicht zu nehmen und diese Rücksichtnahme über die Festschreibung unter Nr. 3 zu sichern.


Entwurf des Erlasses Unterrichtsorganisation
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